Projektmanagement für Designer

„Design ist unsichtbar“

So hat es Lucius Burckhardt (1925–2003, Schweizer Soziologe und Vorsitzender des Werkbundes) formuliert und damit den Designbegriff erweitert. Design ist kein Zuckerguss, der als Dekoration zum Schluss aufgetragen wird. Ein Großteil der Arbeit fällt an, bevor etwas visuell gestaltet wird. Das gilt sowohl für das Produkt- wie für das Kommunikationsdesign.

Der Designprozess beginnt mit einer genauen Analyse der Aufgabenstellung. Bevor etwas  gestaltet werden kann, müssen Fragen nach der Identität und dem Selbstverständnis des Auftraggebers und seiner Botschaft („Wer sagt was?“) beantwortet werden. Dann folgen die Analyse des Umfelds und die Definition der Zielgruppe(n) („zu wem?“) sowie die Festlegung der Tonalität („wie?“). Anschließend können die geeigneten Medien ausgewählt und sinnvoll miteinander verknüpft („wo?“) werden. Und erst dann folgt das, was landläufig als „Design“ verstanden wird: die visuelle Umsetzung.

Deshalb ist erfolgreiches Design auf das Vertrauen und die aktive Mitarbeit des Auftraggebers angewiesen. Design ist zu einem großen Teil auch Koordination und Management. So verstanden, steigt die Komplexität der Aufgaben des Designers – bei Kunden, Dienstleistern und im Team. Design ist so verstanden selten Routine, sondern meistens Projektarbeit.

Für das Management von Projekten gibt es eine Vielzahl an Methoden und Werkzeugen. Bislang ist Projektmanagement jedoch nur selten Teil der Design-Ausbildung. Und für die speziellen Bedingungen im Design – kleine Teams, geringe Budgets – sind viele der klassischen Methoden des Projektmanagements, die für große Bau- oder Forschungsprojekte entwickelt wurden, nur bedingt geeignet.

Daher möchte ich auf dieser Website – basierend auf meiner Erfahrung aus der Berufspraxis und meiner Lehrtätigkeit – mein Wissen zum Projektmanagement für Designer zusammentragen.

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