Was ist ein Projekt?

Was ist das eigentlich, ein Projekt? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Bislang fehlt eine allgemein anerkannte Definition.

„Eine vorübergehende Anstrengung zur Erzeugung eines einmaligen Dienstes oder Produktes“

So definiert das amerikanische Project Management Institute (PMI, www.pmi.org) ein Projekt. Für das Deutsche Instititut für Normung e.V. (www.din.de) ist ein Projekt ein

„Vorhaben, das im Wesentlichen durch die Einmaligkeit aber auch Konstante der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist, wie zum Beispiel Zielvorgabe, zeitliche, finanzielle, personelle und andere Begrenzungen; Abgrenzung gegenüber anderen Vorhaben; projektspezifische Organisation“.

Die meisten Definitionsversuche sind sich einig darin, dass sich Projekte durch folgende Merkmale auszeichnen:

  • Projekte liegen außerhalb der Routine
  • Einmaligkeit und hohe Individualität
  • hohe Komplexität
  • Bearbeitung erfolgt in neuen, eigens für das Projekt zusammengestellten, interdisziplinären Teams
  • Lösungswege sind oft (noch) unklar
  • Projekte sind kostenintensiv und ihr Ausgang ist ungewiss
  • Meist dynamische Randbedingungen
  • „Do it right the first time“-Anspruch

Routinearbeit ist im Gegensatz dazu durch die gegenteiligen Merkmale gekennzeichnet:

  • Wiederholende Tätigkeiten
  • Aufteilung in überschaubare Schritte
  • festgelegte Abläufe und Standards
  • innerhalb der Standardorganisation, abteilungsspezifische Abwicklung
  • Prozesse und Ergebnisse stehen fest
  • meist statische Randbedingungen
  • trainierbare Tätigkeiten, kontinuierliche Verbesserung möglich

Vieles, was also im Agenturalltag als „Projekt“ bezeichnet wird, ist demnach Routine und somit nicht Gegenstand von Projektmanagement sondern der normalen Betriebsabläufe und des Prozessmanagements.

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